Die Schweiz ausgeschieden A0258
Moskau, 13.05.2009
Schweizer-Pleite beim
Grand Prix


Sex verkauft bekanntlich immer noch am besten. So auch im ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest 2009. Beruhigend, dass zumindest die Freaks keine Chance mehr hatten. Sie haben sich mit einigen Ausnahmen vom ESC verabschiedet und kamen auch nicht weiter ins Finale. Auch die Schweiz kam nicht weiter. Woran liegts?.
Viele fragen sich entäuscht woran es liegen mag, dass die Schweizer-Beiträg nicht ins Finale kommen. So auch dieses Jahr mit Lovebugs. Trotz eines soliden Beitrags.

Aussehen / Haarschnitt : Telegenität ist absolutes Must. Lag es am schlechten Haarschnitt der Bandmitglieder? Der Sänger ist zwar nicht hässlich, jedoch auch nicht das Model, das sich die heutige Konsumgesellschaft gewohnt ist. Hier müssen die Schweizer-Beiträge besser werden!

Melodie / Stil : Ein guter Song ist absolute Voraussetzung. Der Song von Lovebugs war zweifelsohne von hoher Qualität. Gittarren-Songs waren jedoch nie wirklich das Highlight beim ESC. Zielgruppengerechte Songs sind wichtig. Man würde ja auch nicht einen Hip-Hop-Song beim Grand-Prix der Volksmusik auswählen. Hier müssen die Schweizer-Beiträge besser werden!

Entertrainer / Sympathieträger : Der Künstler muss künstlerisch höchsten Ansprüchen gerecht werden. Falsche Töne gehen nicht. Hobby-Künstler ohne Gesangs- und Tanzausbildung haben beim ESC nichts verlohren! Überragende Stimme, Beweguns- und Tanzqualitäten und eine tadellose Präsenz sind absolute Voraussetzung! Tänzer und Backgroundsänger aus dem Freundeskreis zu wählen geht nun wirklich nicht. Auch dort müssen es die Besten sein! Hier müssen die Schweizer-Beiträge besser werden!

Regie / Konzept / Showeffekt : Es braucht ein klares Konzept zum Song. Etwas spektatkuläres und neues. Wiedererkennungswert und das ganze koreografisch abgestimmt. Jeder Tanzschritt geht bei falscher Kameraführung verlohren. Der Zuschauer muss durch das Lied begleitet werden und jede Sekunde muss gezielt eingesetzt werden. Es braucht folglich einen künstlerischen Director, der das Maximum aus den 3 Minuten holt und der die Produktions-Crew genau anweisst und fordert, bis das Ziel erreicht ist. Hier müssen die Schweizer-Beiträge besser werden!

Botschafter / Nachbarn / Anhänger / Gruppierungen : Es müssen alle dazu mobilisiert werden, dass sie für die Schweiz anrufen! Jeder Schweizer ist gefordert! - Und bitte nicht so schüchtern und diplomatisch. Es geht hier nicht mehr darum, ob die Schweiz wirklich einen guten Beitrag hat. Freund oder nicht Freund. Stellen SIE Ihre Freunde, Bekannten, Interessensgruppen im Ausland vor diese Wahl. Alle anderen Länder machen dies auch. Schweizer steht vor Eure Flage und kämpft wie Eure Vorfahren für Euer Land und gegen die Unterdrückung! Hier müssen die Schweizer wieder zu alter Form kommen!

Viele Auswanderer : Die Schweiz braucht mehr Auswanderer, welche dann für die Schweiz anrufen können. Genau so wie die Türken in Deutschland oder die Serben in der Schweiz (jedes Jahr gibt Deutschland 12 Punkte an die Türkei und jedes Jahr gibt die Schweiz 12 Punkte an Sebien). Hier müssen die Schweizer besser werden! Vermehret und verbreitet Euch!

Geld : Und dann braucht es noch eine grosse TV- und Platten-Firma, die das ganze finanziell unterstützt. Denn wenn die oben aufgeführten Punkte erfüllt werden sollen, braucht es eine dicke Portokasse. Ob das die Schweiz als kleines Land jemals schaffen wird?

Der Mehrwert für Lovebugs bleibt. Auch trotz Pleite. Denn vor so einem grossen Publikum dürfen nur wenige auftreten. Lovebugs konnte auf einfache Weiuse seinen Bekanntheitsgrad steigern und bestimmt viele neue Fans gewinnen. Europaweit!